6 Schritte – Plan

1. Schritt: Den Unternehmensverkauf gut vorbereiten

Der Unternehmensverkauf ist immer ein großer Schritt und sollte deshalb gut vorbereitet werden. Grundsätzlich können zwei verschiedene Situationen unterschieden werden:
1.) Sie sind aus irgendeinem Grund gezwungen, die Firma mehr oder weniger zügig zu veräußern,
2.) oder Sie haben beliebig viel Zeit und agieren nicht unter Druck.

2. Schritt: Das Suchen des Käufers

Auf Grundlage der Analysen aus dem 1. Schritt wird ein Suchprofil eines möglichen Käufers erstellt. Je mehr Merkmale das Profil beinhaltet, umso gezielter kann die Suche erfolgen. (Dieser Schritt der Suche fällt natürlich weg, wenn Sie den Käufer schon haben. Hierbei kann es sich also um ein Familienmitglied, einen Mitarbeiter oder einen anderen bereits bekannten Dritten handeln.)
Bei der Suche kann man eine passive und aktive Variante unterscheiden.

3. Schritt: Gespräche mit Kaufinteressenten/innen

Nach der Zusendung des Kurzprofils folgen dann häufig Telefonate, in denen noch auf Fragen des potenziellen Käufers eingegangen werden kann. Ziel ist es in diesem Moment, ihn soweit zu motivieren, sich mit dem Projekt näher zu beschäftigen. Dafür erhält er eine Vertraulichkeitserklärung (Letter of Intent, LoI) übersandt. Erst, wenn der LoI unterzeichnet vorliegt, wird die Unternehmensdarstellung an den Interessenten herausgegeben, denn nun werden bereits viele betriebsinterne Informationen preisgegeben und die Anonymität endet.

4. Schritt: Die Prüfung durch den potenziellen Käufer

So, wie Sie beim Kauf eines Gebrauchtwagens sicherlich auch unter die Motorhaube blicken und sich den Motor näher betrachten, so will auch Ihr potenzieller Käufer einen ganz genauen Blick in Das werfen, was er erwerben möchte. Er führt daher eine genaue Prüfung (Due Diligence) durch. Dabei werden alle Aspekte der Firma unter die Lupe genommen, also die Finanzen, Markt- und Wettbewerbsaspekte, Personal, Recht und Steuern.

5. Schritt: Das Aushandeln des Kaufvertrags

Nach der Due Diligence hat der Käufer alle Informationen, die er für die Beurteilung der Firma benötigt. Er wird darauf basierend eine Unternehmensbewertung durchführen und mit dem Verkäufer in die eigentliche Verhandlung (Hauptverhandlung) einsteigen.

6.Schritt: Der Abschluss

Die Verhandlungen enden im Idealfall mit einer Einigung und der Unterzeichnung des Vertrags, dem sog. „Signing“ (engl. „to sign“ = unterzeichnen). Je nach Art der Finanzierung braucht nun die Bank des Käufers einen Moment, um den Kredit für die Kaufpreiszahlung endgültig zu bewilligen und an den Verkäufer zu überweisen. Zugleich werden die Anteile (bzw. Vermögenswerte) auf den Käufer übertragen; das. sog. Closing (engl. „to close“ = schließen/abschließen).

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